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25 Jahre Tanzabend für Menschen mit und ohne Behinderung

13.07.2015

Inklusives Fest auf dem Lokenberg in Alfhausen

Seit nunmehr 4 Jahren wird das Festzelt auf dem Lokenberg bei Alfhausen für das alljährliche Schützenfest bereits einen Tag früher in Betrieb genommen. Hier feiern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bersenbrücker Gemeinnützige Werkstätten GmbH ihren alljährlichen Tanzabend. Und in diesem Jahr war es ein besonderes Jubiläum, welches die Menschen mit und ohne Behinderung dort zu feiern hatten: Nachdem der damalige Werkstattleiter Friedrich-Wilhelm Queckemeyer im Sommer 1991 den ersten Tanzabend installierte -damals noch auf dem Festplatz vom Bürgerschützenverein Fürstenau von 1658 e.V.- feiern die HpH-Mitarbeiter heute ihr 25-jähriges Jubiläum dieses mittlerweile traditionell eingerichteten Events.

Geschäftsführer Guido Uhl begrüßte gemeinsam mit Werkstattleiter Hartmut Baar die zahlreichen Gäste und berichtete zunächst über ein neues Werkstattprojekt im Bahnhof der Stadt Bramsche. Hier wird zu Beginn des nächsten Jahres ein „Kulturbahnhof“ entstehen, einem neuartigen und ambitionierten Projekt, bei dem für 60 Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze inmitten der größten Stadt des Einzugsbereich der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück entstehen wird. Nach der kurzen Einführung in den Abend standen die Ehrungen der langjährigen Mitarbeiter bevor. Geehrt wurden auch diesmal die Beschäftigten von den Standorten Bersenbrück, Fürstenau und Bramsche sowie ebenso von den vielen Außenstellen, an denen die Menschen mit Handycap an ihrem Arbeitsplatz ihre tägliche Leistung erbringen.

Neben Arbeitsplätzen in Firmen wie Kalle in Bersenbrück, Pfau Tec in Quakenbrück sowie Meurer in Fürstenau und vielen anderen Betrieben, betreiben die Mitarbeiter der HpH auch mehrere Schulmensen im Altkreis Bersenbrück, an denen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung angeboten werden. Urkunden und Blumen gab es für zehn- bis diesmal sogar erstmalig 45-jährige Werkstattzugehörigkeit für Annegret Herm-Stapelberg. Mehr als 60 Geehrte reihten sich in den Kreis der Langjährigen ein. Für jeden gab es neben den Dankesworten von Guido Uhl, Hartmut Baar und Werkstattratsvorsitzendem Florian Schumacher selbstverständlich einen bunten Blumenstrauß nebst Ehrenurkunde für die treuen Dienstjahre. Eröffnet wurde die fröhliche Stimmung durch die Band „Slapstick“, die die Veranstaltung seit dem Umzug dieses Festes nach Alfhausen im Jahr 2011 begleiten. Aber auch eigene Musik hatten die Bersenbrücker im Gepäck, als sie mit ihrer Werkstattband „Klangwerk“ die Hände der Mitarbeiter in die Höhe forderten. Ein insgesamt gelungener Abend, der im nächsten Jahr sicherlich Wiederholung finden wird. Auch dann wird es zumindest ein neues Jubiläum geben: Dann wird sich der Tanzabend in Alfhausen auf dem Lokenberg zum fünften mal Jähren. Auch die Band Slapstik ist dann 5 Jahre dabei – auch so kann also Inklusion aussehen.

 

Text und Bilder: Martin Heimbrock