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Am 6. März war europäischer Tag der Logopädie

06.03.2017

Der Praxisverbund Logopädie der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück über das Thema „Schlucken – lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich“

Jeder Mensch schluckt täglich zwischen 1000 bis 3000 Mal. In jedem Schluckvorgang, in dem Nahrung und Speichel von der Mundhöhle zum Magen transportiert werden, sind 26 Muskelpaare und diverse Hirnnerven beteiligt. Für die meisten Menschen ist dieser Vorgang – ähnlich wie das Atmen – völlig selbstverständlich und ohne große Mühe umzusetzen.

Doch was wird, wenn das Schlucken nicht mehr ohne weiteres möglich ist?

Schluckstörungen treten häufig als Folgen neurologischer Erkrankungen wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Demenz, Parkinson, einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Hirnblutung oder einem Gehirntumor auf.

Aufgrund der demografischen Entwicklung nehmen Schluckstörungen tendenziell weiter zu. Was viele nicht wissen ist, dass auch junge Menschen – insbesondere Säuglinge oder Kleinkinder – unter Beeinträchtigungen des Schluckvermögens leiden. So wie ein Kind zuerst sitzen lernen muss, bevor es laufen kann, müssen Babys erst Schlucken lernen, bevor die Mundmotorik so weit ausgereift ist, dass sie auch sprechen lernen können. Daher oft die Frage: „Was macht bloß eine Logopädin mit so kleinen Babys- die können doch noch gar nicht sprechen und verstehen noch keine Anweisungen!“

Zu den Aufgaben in der Therapie von Frühgeborenen, kranken Neugeborenen oder Kleinkindern mit Ess- und Trinkproblemen zählen neben einer fundierten Begutachtung, die Behandlung von Schluckstörungen, das Anbahnen des Saugens und die Unterstützung von Kindern mit einem unkoordinierten Trink- und Kaumusters, sowie die intensive Elternberatung, um deren Kompetenz zu stärken und späteren Ess- und Fütterstörungen vorzubeugen.

Durch eine unzureichenden Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme können Schluckstörungen vielfältige und – je nach Ausmaß der Störung – weitreichende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

In der gemeinsamen Arbeit mit Ärzten, Pflegefachkräften, Betroffenen und Angehörigen können Schluckstörungen von Logopäden behandelt, Symptome gelindert und den Genuss am Essen zurückgegeben werden.

Für Fragen zum Thema Essen und Trinken, als auch weitere Anliegen zum Thema Sprache, Sprechen und Stimme steht das Team des Praxisverbundes Logopädie gerne bereit!

Der Praxisverbund Logopädie: Ansprechpartnerin ist Kirsten Meyer, Telefon: 05439 – 94180, E-Mail: kmeyer@hph-bsb.de oder praxisverbund@remove-this.hph-bsb.de