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Bersenbrücker Gemeinnützige Werkstätten: Neuer Wohnraum für gefiederte Mieter

05.05.2015

„Ornithologischer Immobilienmarkt“ – diese Schlagzeile war der regionalen Presse zu entnehmen

Der Grund hierfür: Die Kreisjägerschaft Bersenbrück hatte mehr als 700 Nisthilfen für Meise, Steinkauz und anderen gefiederten Freunde bekommen, um diese -unter finanzieller Beteiligung der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück- großflächig im Altkreis Bersenbrück aufzuhängen.

Einen ganzen LKW voll mit Nistkästen für Meisen und Halbhölenbrüter hatten die Mitarbeiter unserer Werkstätten zu einem Pressetermin mitgebracht, der inmitten von Merzen auf dem Hof Meyer-Lührmann stattfand. Dicht gepackte Gitterboxen mit akribisch getischlerten Nistkästen, lud ein Traktor behutsam vom Lastwagen, während Jägermeister Martin Meyer Lührmann und Thomas Lammerding, Vorsitzender der Jägerschaft Bersenbrück, ihr Projekt erläuterten: Neben den Großbauteilen wurden 700 Vogelkästen von den Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) Bersenbrück in den vergangenen Wochen im Auftrag der Jägerschaft zugeschnitten, verleimt und wetterfest gestaltet. „Die verteilen wir jetzt an die verschiedenen Hegeringe“, erklärt Meyer Lührmann und deutet auf seine grün berockten Waidmannskollegen.

Für Wolfgang Marks, Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück, sind die Produkte der Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten schon bekannt: „Wir kennen uns doch von den Präsentboxen der Osnabrücker Landpartie, da hatten wir doch schon mal einen Wanderführer gestellt“, freute sich der stellvertretende Geschäftsführer der Naturschutzstiftung des Landkreises über die Zusammenarbeit. Seiner Aussage nach habe die Naturschutzstiftung neben den 700 Nistkästen zudem rund 200 Eulenkästen und 400 Steinkauzröhren gefördert. Denn dank dieser Bruthilfen habe sich der Bestand des Steinkauzes im Landkreis Osnabrück nicht bloß stabilisiert, sondern mit 210 im vergangenen Jahr registrierten Brutpaaren sogar leicht erhöht. „Dennoch müssen wir den Käuzen, den Eulen und den bedrohten Singvogelarten weiter auf die Sprünge helfen“, forderte Marks und verwies dabei auf die 700 Nistkästen, die in den Werkstätten gefertigt wurden.

Auch Privatpersonen können sich aktiv am Vogelschutz beteiligen: Wer sich ganz allgemein über das Thema informieren möchte oder einen geeigneten Platz beispielsweise für eine Steinkauzröhre auf seinem Grundstück entdeckt hat, kann sich an die Naturschutzstiftung des Landkreises, Telefon 0541 / 5 014 022, wenden.


Autor: Martin Heimbrock
Foto: Andreas Ilsmann, Landkreis Osnabrück