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Die HpH und HEP-Schüler

21.06.2017

Theatergruppe der HpH und HEP Schüler aus Quakenbrück präsentieren eigenes Stück

Den Schülerinnen und Schülern der Fachschule Heilerziehungspflege Quakenbrück stand im Juni ein ganz besonderes Projekt bevor. Zusammen mit der Theatergruppe der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück, den Glücksrittern, und der Werkstattband KlangWerk verbrachten sie eine einzigartige Woche. Das Ziel: sich kennenlernen und am Ende gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Schüler/innen teilten sich in zwei Gruppen auf und widmeten sich unterschiedlichen Projekten. Die einen dem Samba-trommeln und die anderen dem Theater. „Als wir uns am Montag zum ersten Mal getroffen haben, bestand noch kein Konzept, kein Drehbuch oder Bühnenbild. Alles, was wir auf der Bühne vorgeführt haben, haben die Schüler/innen und die Glücksritter während der Woche gemeinsam entwickelt“, berichtet Heidi Vollprecht, Kultur- und Theaterpädagogin, die dieses Projekt zusammen mit dem Osnabrücker Schauspieler Matthias Caspari leitete. Die Samba-Truppe wurde geführt von Olli Borg, Multi-Instrumentalist der Band KlangWerk.

Die Woche startete mit Aufwärmübungen, um sich aneinander zu gewöhnen. Bereits am zweiten Tag brauchte niemand die Namensschilder mehr. Da die Chemie zwischen den Schüler/innen der Heilerziehungspflege und den Glücksrittern sofort stimmte, wurde schon bald mit ersten Choreografien und Begriffen experimentiert. Es wurden Wörter gesucht und dazu Standbilder und sogenannte Elfchen, kurze Gedichte aus elf Wörtern in fünf Zeilen, verfasst. „Wir haben explizit nach Sommerbegriffen gesucht. Grillen und Eis essen waren definitiv die Favoriten. Wer kann es ihnen verdenken, bei diesem tollen Wetter?“ so Vollprecht. Die Schülerinnen und Schüler saugten die Übungen und Methoden von Heidi Vollprecht und Matthias Caspari auf. Sie hoffen, diese später in ihrem Beruf einsetzen zu können.

Erst zum Schluss der Woche wurden die Fragmente der selbstgemachten Kurzgeschichten zu einem zusammenhängenden Bühnenstück verbunden. „Theater kann so schön und leicht sein. Wir brauchten nichts auswendig zu lernen, alles kam ganz natürlich zu uns. Über kleine Fehler haben wir zusammen gelacht und einfach weitergemacht“, sagt die Schülerin Dorothy Sepert nach der Aufführung in der Theaterwerkstatt Quakenbrück. „Am Anfang war ich aufgeregt und wusste nicht, was auf mich zukommt. Am Ende hatte ich aber sehr viel Spaß und ich würde das gerne noch mal machen“, fügt Doris Früchtemeyer, Ensemblemitglied der Glücksritter, hinzu. Die Aufführung endete mit lautem Applaus der Zuschauer und allen Darstellern war der Stolz auf das gemeinsame Projekt ins Gesicht geschrieben.

Nach dem Auftritt der Theatergruppe stürmte die Samba-Truppe die Bühne und heizte den Zuschauern mit schnellen und komplizierten Rhythmen ordentlich ein. Bei der Zugabe tanzten alle gemeinsam auf der Bühne. Nach dem erfolgreichen Auftritt zogen die Musiker weiter zum Wochenmarkt, um dort ihr neu erworbenes Können unter Beweis zu stellen.