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Ein halber Fußballplatz Pflastersteine am Tag

25.04.2017

Mitarbeiter der Bersenbrücker Werkstätten auf berufsbildender Entdeckungsreise beim Steinhersteller BERDING BETON

Wie aus Sand, Kies, Wasser und Zement hochwertige Pflastersteinprodukte entstehen, konnten die Interessierten von Werksleiter Bernd Kolde (rechts) erfahren.

Die Berufliche Bildung ist eine der Hauptaufgaben innerhalb der gemeinnützigen Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück. Im Rahmen der Werkerausbildung stattete die Gartenbauabteilung der Werkstätten nun einen Besuch beim Pflastersteinhersteller BERDING BETON im Ankumer Ortsteil Aslage ab und konnte hier viele interessante Details erfahren.

„Neben Sand, Kies und Zement ist der Naturstoff Wasser eines der Hauptbestandteile unserer Produkte“, erfuhren die Interessierten von Bernd Kolde, der die fünfköpfige Besuchertruppe durch das Produktionswerk an der Lingener Straße führte. Von der Warenanlieferung, über die Dosierungs- und Mischanlage bis hin zu den Steinfertigungs- und Verpackungsmaschinen konnten tiefgreifende Einblicke in alle Fertigungsbereiche genommen werden.

Mit einer Produktionskapazität von mehr als 2.000 Quadratmeter Pflastersteinen am Tag werden in dem Herstellungsbetrieb bis zu 500 Tonnen Material verarbeitet, mehr als 20 vollbeladenen LKWs passieren täglich das Produktionswerk. Einst in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts als Klinkerwerk gegründet wurde der Betrieb in den 70er Jahren zu einem Betonsteinfertigungsunternehmen umfunktioniert und wenige Jahre später durch die Firma BERDING BETON aus dem oldenburgischen Steinfeld übernommen.

Besonders interessant für die Besucher von den Bersenbrücker Werkstätten waren die Details zum Verarbeiten der fertigen Betonsteinprodukte. Paul Kempe, der derzeit bei der HpH eine durch die niedersächsische Landwirtschaftskammer akkreditierte Ausbildung zur Fachkraft im Garten- und Landschaftsbau absolviert, konnte die Informationen gleich in den praktischen Teil seiner Ausbildung übernehmen. „So mach ich nicht nur theoretische Ausbildung in der Berufsschule, sondern kann das hier erlernte Wissen über den Umgang mit Betonprodukten gleich in meine praktischen Tätigkeiten einfließen lassen“, erläutert der junge Auszubildende zufrieden, der alle relevanten Informationen gleich auf seiner handgeschriebenen Mitschrift festhielt. Neben der Ausbildung zur Fachkraft im Garten und Landschaftsbau besteht auch die Möglichkeit, im Berufsbildungsbereich der Werkstätten eine Qualifizierung zur Hilfskraft im Gartenbau zu absolvieren.

Mit einem Dank an Bernd Kolde ging der außergewöhnliche Ausflug an dem Mittwochvormittag zu Ende, bevor sich der Werksleiter mit reichlich Informationsmaterial nebst einer BERDING-Mütze für das rege Interesse der Besucher revanchierte.

Text & Fotos: Martin Heimbrock