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Hurra! Wir können es.

26.07.2016

Steckenpferd und Kleines Hufeisen erfolgreich bestanden

„Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde“. Dies trifft auch für 9 Schülerinnen und Schüler der Paul-Moor-Schule, staatl. anerk. Tagesbildungsstätte der HpH in Bersenbrück zu. Sie haben sich erfolgreich auf die Prüfungen Nummer 8 und 9 des Deutschen Reitsportverbandes vorbereitet. Ihre Trainerin Heike Feldmann, Ausbilderin im Behindertenreitsport und Trainerin mit verschiedenen Qualifikationen, hat diese bunte Schar, alle natürlich Pferde närrisch, professionell, liebevoll und mit viel Spaß auf die Prüfung vorbereitet. Die Prüfung zum Steckenpferd beinhaltet das Putzen und Satteln eines Ponys, Benennen des Putzzeugs, das selbstständige Führen eines Pferdes auf vorgeschriebenen Wegen, Reiten im Schritt und Trab (mit Begleitung eines Führers), Hufschlagfiguren, Aufmarschieren und Grüßen.

Das Kleine Hufeisen umfasst das Putzen und Satteln eines Ponys, Benennen des Putzzeugs, Passieren auf der Stallgasse, Kenntnisse in Unfallvermeidung, Führen des Pferdes auf vorgegebenen Wegen, Führen auch von rechts, Reiten mindestens im Schritt und Trab, Galopp an der Longe, Hufschlagfiguren, Aufmarschieren und Grüßen. Das Training auf dem Rücken der Pferde schult die Koordination und das Gleichgewicht, die sensorische Integration wird gefördert. Die Schüler müssen lernen, die Gesten des Pferdes zu verstehen und darauf adäquat zu reagieren.

Um die richtige Körperhaltung zu erreichen, arbeitet Feldmann mit Bildern, die die Kinder verstehen. „Du hast zwei Eistüten in der Hand. Gerade halten, damit sie nicht runter fallen;“ fordert sie ihre Schützling auf. Das klappt. Unter dem Applaus der anwesenden Eltern, Großeltern und Freunde nahmen die Kinder ihre Urkunden, Abzeichen und Schleifen entgegen. Als besonderes Bonbon erhielten sie von Feldmann ein Hufeisen. Die lizensierte Prüferin Martina Bergsma zeigte sich erfreut vom Engagement der Schüler und freute sich über den Stolz und das gewachsene Selbstbewusstsein.

„Für die Kinder ist es toll und bereichernd die Aufregung vor einer Prüfung zu erleben. Spannung und Entspannung zu fühlen, tut gut, resümierte Bergsma. Auch die Eltern zeigten sich begeistert. „Heike Feldmann ist eine engagierte Reitlehrerin. Sie hat für unsere Kinder Ziele entwickelt und das Hinarbeiten auf die Prüfung zusätzlich zur Reittherapie erledigt. Für unsere Kinder ist es unglaublich wichtig, einmal im Mittelpunkt zu stehen. Das fördert die Entwicklung von Selbstbewusstsein enorm, “ sind sich Christiane Gerbus und Katja Schwietert sicher. Aus dem Unterricht hat sich eine private Reitgruppe gebildet. Gemeinsam mit zwei Helferinnen und drei Pferden unterrichtet Feldmann 6 Schüler und Schülerinnen am Nachmittag. „Das klappt super! Jedes Kind reitet auf jedem Pferd und wird so enorm selbstständig, “ freut sich Feldmann. Das Trabrennen am Schluss ist das High-Light der Stunde. Die Kinder fordern es ein“. Allerdings wird die Sicherheit groß geschrieben. Jedes Kind trägt professionelle Reitkappen und wird immer von einer Führperson begleitet.

Fragen rund um das Thema Reitsport mit Menschen mit Behinderungen beantwortet Feldmann gerne unter mobil 015161378500 oder per Mail heike_feldmann@remove-this.t-online.de

 

Bild und Text: Maren Friedrich