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Inklusionsprojekt „Gelingende Kommunikation“

02.06.2015

Wir sind Teil des Inklusionsprojekts „Gelingende Kommunikation“ der regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd-West (RAG Süd-West).

Kommunikation ist vielfältig! – Jeder hat ein Recht auf Teilhabe!

Selbstbestimmen, Mitbestimmen, Lebensperspektiven entwickeln, Teilhaben – all dies ist nur mit einer „Gelingenden Kommunikation“ möglich.

Kommunikation prägt das Miteinander in allen Bereichen und in sehr komplexen Formen: verbal und nonverbal, bewusst und unbewusst, über Sprache, Laute, Gebärden, Gestik, Mimik, Körperhaltung oder Verhaltensäußerungen.

Wie kann angesichts der beschriebenen Kommunikationskomplexität ein möglichst hohes Maß an „Gelingender Kommunikation“ erreicht werden? Welche Voraussetzungen und Standards müssen dafür einrichtungsintern und einrichtungsübergreifend entwickelt werden? Das sind die zielführenden Fragen des Projektes „Gelingende Kommunikation“.

Ein grundlegendes Ziel von „Gelingender Kommunikation“ ist es, verlässliche Beziehungen und positive Kommunikationserfahrungen mit allen Äußerungsformen der Menschen vor Ort zu ermöglichen. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist der Aufbau und Erhalt von „Wissen“! Welche Möglichkeiten bietet die „Unterstützte Kommunikation“, wie kommunizieren wir in der Deutschen Gebärdensprache oder wie gestalten wir Informationen in „leichter Sprache“. Alle Einrichtungen der RAG haben hier Erfahrungen und unterschiedliche Schwerpunkte. Das Projekt „Gelingende Kommunikation“ möchte dieses Wissen bündeln und weiterentwickeln. Ein gemeinsamer RAG Orientierungsrahmen soll entstehen, damit Menschen mit einer Behinderung egal wo sie leben und arbeiten oder Beratung in Anspruch nehmen barrierefrei kommunizieren können. Dies ist zur Zeit noch nicht möglich. Dabei beschränkt sich die Initiative nicht auf die Werkstätten sondern bezieht alle weiteren Einrichtungen bereichsübergreifend mit ein.

Das Projekt „Gelingende Kommunikation“ wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.


Die Projektbeteiligten
Regionale Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd-West (RAG Süd-West) beteiligt sich mit folgenden Einrichtungen in der Zeit vom 1.12.2014 bis zum 30.11.2016 am Projekt:

  • Andreas Werk e.V., Vechta
  • Caritas-Verein Altenoythe e.V., Friesoythe-Altenoythe
  • St. Lukas-Heim, Papenburg
  • Christophorus-Werk Lingen e.V., Lingen
  • Gemeinnützige GmbH für hörgeschädigte Menschen, Osnabrück
  • Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, Bersenbrück
  • Lebenshilfe Nordhorn gemeinnützige GmbH, Nordhorn
  • Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, Osnabrück
  • St. Vitus-Werk, Meppen


Das Vorgehen für 2015
Im Jahr 2015 werden vier Orientierungsrahmen entwickelt. Die Rahmen legen die inhaltlich-fachlichen Bedingungen für die Bereiche: Deutsche Gebärdensprache, leichte Sprache, elektronische Hilfsmittel und Symbole/Bilder für die RAG fest. Vorschläge zur Umsetzung erfolgen ab 2016. Zu den Vorschlägen gehören dann auch, zum Beispiel, welche Dokumente in „leichter Sprache“ vorliegen sollen oder welche Symbole/Bilder besonders wichtig sind, damit Menschen mit Orientierungsschwierigkeiten sich innerhalb der Einrichtungen der RAG gut zurechtfinden können. Um die Umsetzung in die Einrichtung zu ermöglichen werden in den Einrichtungen Arbeitskreise für das Thema „Gelingende Kommunikation“ gegründet. So können die Ergebnisse bis in die einzelnen Abteilungen getragen werden.


Die Projektorganisation
Das Projekt wird geleitet durch die Geschäftsführerin der Hilfe für hörgeschädigte Menschen, Frau Barbara Strunk. Sie wird durch den Geschäftsführer der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück, Herrn Guido Uhl, unterstützt. Sie sorgen für die Rückkopplung der Projektergebnisse in die RAG.

Jede der neun Einrichtungen hat einen Projektverantwortlichen oder eine Projektverantwortliche ernannt. Guido Uhl ist für uns dafür verantwortlich, auf Ebene der RAG die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück zu vertreten, an der Erreichung der Ziele einer „Gelingenden Kommunikation“ mitzuarbeiten und die Ergebnisse in die Einrichtung zu tragen.

Als Koordinatorin ist seit dem 1.12.2014 Heike Bohm die Ansprechpartnerin für die Projektverantwortlichen. Sie hält die Kontakte in die Einrichtungen, unterstützt, sorgt für die zeitgerechte Durchführung und organisiert alle anfallenden Aufgaben.


Und danach?
Die Umsetzung der Ergebnisse ist mit dem Jahr 2016 nicht abgeschlossen. Dokumente müssen weiter übersetzt, Mitarbeitende in „Gelingender Kommunikation“ geschult werden. Es ist wünschenswert, dass sich das Netzwerk der Projektverantwortlichen weiterhin 1 – 2 x im Jahr trifft, um Neuigkeiten auszutauschen. Ebenso werden sich die einrichtungseigenen Arbeitskreise weiterhin regelmäßig treffen.


Kontakt: