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Interkultureller Besucher aus dem Land des Lächelns

15.08.2017

Japanische Sportschüler zu Gast in der IGS Fürstenau

„Köstlich deutsch“ wurden die Besucher aus dem Land des Lächelns in der IGS in Fürstenau von Menschen mit Handycap bewirtet. Foto: Martin Heimbrock

So sieht das Essen einer Mensa in Deutschland aus: Spagetti mit Hackfleischsoße und Salat mit anschließendem Dessert wurde den japanischen Gästen in der Integrierten Gesamtschule Fürstenau serviert. Foto: Martin Heimbrock

Schulleiter Jürgen Sander freute sich über ein Geschenk von den Sportaustauschschülern aus dem weit entfernten Japan. Foto: Renate Westendorf

Beim Sportverein Blau-Weiß in Merzen gastierte im Rahmen eines deutsch-japanischen Sportaustausches jüngst eine Delegation japanischer Jugendlicher. Bei ihrem einwöchigen Aufenthalt waren die jungen Menschen auch für einen Tag in der Integrierten Gesamtschule Fürstenau (IGS) aktiv und kamen während der Mittagspause mit Menschen mit Behinderung in Kontakt. Diese bewirtschaften hier als Mitarbeiter der Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten GmbH seit vielen Jahren erfolgreich eine inklusive Schulmensa.

Das waren nicht nur für die Schülerinnen und Schüler der IGS besondere Situationen, die sie gleich nach den Sommerferien in den Räumen ihrer Bildungsstätte erleben durften. Insgesamt 17 weitgereiste Menschen aus Japan besuchten im Rahmen ihres Bildungsplans unter anderem die Gesamtschule in Fürstenau, wobei auf beiden Seiten kurzweilige und zugleich intensive Kontakte stattfanden. Nach dem Empfang von Schulleiter Jürgen Sander erfuhren die wissbegierigen Gäste aus Japan zunächst über die verschiedenen Projekte der Schule, bevor sie beim Konzept „Zirkus Fantasia“ eigenhändig Hand und Fuß anlegen durften. Zwar waren die 12 jungen Menschen und ihre Begleiter von der sportlichen Situation den Aufgaben meist gewachsen, aber sprachlich gesehen stand dem gegenseitigen Kennenlernen dann doch noch die ein oder andere Hürde im Weg.

Anders war es dann beim anschließenden Besuch der Schulmensa, die durch die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück mit Hilfe von Menschen mit Behinderung betrieben wird. Hier kamen die Japaner auch mit wenig sprachlicher Gemeinsamkeit direkt mit den Schülerinnen und Schülern der IGS direkt in Kontakt. Mehr als 500 Mahlzeiten werden in der der Schule angegliederten Großküche täglich von den HpH-Mitarbeitern hergestellt. Diese werden zum einen in der Schule direkt, zum anderen in der Impuls-Werkstatt in Fürstenau, in der Kinderkrippe „Leuchtturm“ in Berge sowie seit Beginn diesen Schuljahres auch in der neuen Mensa der Oberschule in Berge verzehrt. Küchenleiterin Silke Hartmann freute sich über die besonderen Gäste, hielt für die Jugendlichen aus der Ferne mit Spagetti und Hackfleischsoße jedoch gewöhnliches Essen bereit. Ralf Vortmann, der seit vielen Jahren als Mitarbeiter der Bersenbrücker Werkstätten bereits die verschiedenen Standorte kennt, war über den besonderen Besuch überrascht. „Ich habe bei meiner Arbeit ja schon viel erlebt und auch schon viele Personen kennengelernt, aber mit Menschen zu kommunizieren, die weder der deutschen, noch der englischen Sprache mächtig sind, das ist schon was Besonderes“, so Vortmann weiter, der an dem Besuchstag für die Herstellung des Salates verantwortlich war.