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Jede Masche für den guten Zweck - Penter Handarbeitsdamen erstricken 1.500 Euro für die HpH

18.04.2019

Ob Babykleidung, Strümpfe, Mützen oder Schals - was die Penter Handarbeitsdamen in ihrer Freizeit fertigen, ist für den guten Zweck bestimmt. Fast 28.000 Euro haben sie seit 2005 „erstrickt“ und der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück gespendet. In diesem Jahr kommt das Geld der Arbeitsgruppe Service-Aktiv zugute.

Stricken für den guten Zweck: Die Penter Handarbeitsdamen spenden 1.500 Euro für die Küche der HpH-Arbeitsgruppe Service-Aktiv.

Um 1.500 Euro zusammen zu bekommen, muss man lange stricken. „Für ein Paar Socken braucht man etwa zwei Nachmittage und zwei Abende“, erzählen Anita Müller und Liesel Gertz von den Penter Handarbeitsdamen. Derzeit sind fünf Frauen – alle Ende 70 oder älter - mit Nadel und Faden für die gute Sache aktiv. Obwohl die Gruppe in den vergangenen Jahren kleiner geworden ist, weil inzwischen viele aus Altersgründen ausgeschieden sind, erarbeiteten die Handarbeiterinnen etwa die gleiche Summe wie in den Vorjahren. Die selbstgemachten Handarbeitsartikel verkaufen sie hauptsächlich bei Basaren. Aber auch Auftragsproduktionen sind dabei, denn die Arbeit der Damen hat sich herumgesprochen. „Babysachen laufen ganzjährig gut, Socken vor allem im Herbst und Winter“, so Müller und Gertz.

„Wir freuen uns, dass Sie uns die Treue halten und uns immer wieder bei unserer Arbeit unterstützen“, bedankte sich Rüdiger Beul, Leiter des Bereichs Berufliche Rehabilitation, bei den Handarbeitsdamen aus Pente. Die 1.500 Euro kommen in diesem Jahr erneut den Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten zugute und werden diesmal für die Küchenausstattung der Service-Aktiv, einer Arbeitsgruppe für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, verwendet.

Damit sich die Handarbeitsdamen selbst ein Bild davon machen können, wohin ihr Geld fließt, führten Bereichsleiter Rüdiger Beul und Sabine Schumacher, stellvertretende Vorsitzende des Werkstattrates, die Handarbeitsdamen bei der Spendenübergabe durch die Arbeitsräume der Service-Aktiv. „Unsere Beschäftigten können nach einer Krankheit oder einem Unfall nicht in ihren früheren Job zurückkehren. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir neue Jobperspektiven“, erklärt Gruppenleiter Martin Heidemann. Die Aufgaben bei Service-Aktiv sind vielfältig und reichen von Büroarbeiten über Verpackungsaufträge bis hin zur Demontage von Elektrogeräten. Auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie eigenständiges Kochen gehören dazu. „Einige finden so den Weg in die Hauswirtschaft und arbeiten später zum Beispiel in Hotels oder in der Gastronomie“, so Heidemann. 

Text und Foto: Elisabeth Schomaker