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Wegweisende Theorie-Einheiten erarbeitet - Power-Rudi kennt die tollsten Tricks

03.02.2016

HpH-Frühförderung erhält neue Impulse bei Fortbildung mit Bettina Theissen

 

„Kinder, die Schwierigkeiten machen stecken in Schwierigkeiten“, weiß die Theaterpädagogin Bettina Theissen. Einen Tag lang war die Schauspielerin auf Einladung der Frühförderung im nördlichen Landkreis Osnabrück der HpH zu Gast im Medienzentrum Bersenbrück. Hier schulte sie mit ihrem kraftvollen „Power-Rudi“- Paket 24 Pädagogen und Pädagoginnen aus der Frühförderung und dem Sprachheilkindergarten der HpH und aus Kindertagesstätten/Familienzentren im nördlichen Landkreis Osnabrück.

Wir freuen uns sehr, diesen Tag miteinander zu erleben und so neue Erkenntnisse bzw. Möglichkeiten im Umgang mit den „Power Rudis“ zu bekommen“, begrüßte die Regionalleitung Barbara Sievers der Frühförderung Bramsche die Referentin und Teilnehmer/innen.

Gabriele Markus, Bereichsleiterin Vorschulische Förderung und Ambulante Diagnostik/Therapien, freute sich sehr über die Resonanz auf diesen umfangreichen Workshop. Auch aus den externen Kindertagesstätten waren viele Fachleute gekommen, um Antworten auf zentrale Fragen zu den ,,Power Rudis“ zu bekommen. Wohin mit der Kraft? Wie können Selbstregulation und gute Manieren bei diesen Kindern entwickelt werden und welche Hilfen können auch die Pädagoginnen für sich einsetzen, um dieser „Power“ zu begegnen, lauteten einige der Fragen.

In welcher Weise pädagogische Hilfestellungen spielerisch und nachhaltig gesetzt werden können, erfuhren die Teilnehmerinnen von der Referentin Bettina Theissen. Anhand ihrer Identifikationsfigur Power-Rudi zeigte sie, inwiefern hauptsächlich Kinder mit viel Kraft, Energie, Entdeckerfreude und Bewegungsdrang und wenig Möglichkeiten der Selbstregulation durch Spielanregungen positiv gelenkt werden können. Alle Spiele wurden mit den Teilnehmerinnen ausprobiert und erfahrbar gemacht.

Ziel des Workshops war es zu vermitteln, wie den Kindern Wege aufgezeigt werden können, die ihnen körperliche und mentale Hilfen zur Selbstregulation anbieten. Darüber hinaus erfuhren die Frühförderinnen und Frühförderer inwieweit Regeln und Verbindlichkeiten so zu vermitteln sind, dass sie die Akzeptanz der Kinder gewinnen. Des Weiteren wurden Anregungen von den Teilnehmern erarbeitet, wie man Gespräche mit den Eltern zu „ihrem Power Rudi“ gestalten kann. Um selbst zu erfahren, welchen Herausforderungen die Kinder ausgesetzt sind, stiegen die Pädagoginnen und Pädagogen in den Ring: Abgesehen vom powervollen körperlichen Kräftemessen erarbeiteten sie wegweisende Theorie-Einheiten zum Thema „Abgrenzung zu ADHS“ und anderen Schwerpunkten.

Text und Bild: Christine Saemann