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Zu Besuch am Arbeitsplatz von Christian Calderone

02.12.2015

Berufsbildungsbereich der Werkstätten reisten zum niedersächsischen Landtag nach Hannover

Es war schön. Es war lehrreich. Es war aufregend interessant. Es war aber auch ganz schön anstrengend. Gemeint ist der Besuch des niedersächsischen Landtags in Hannover, den insgesamt 19 Teilnehmer aus dem BBB der Werkstätten unter der Leitung von Petra Herres im November in Hannover abstatteten.

Nach einer Einführung von Hardwina Gerstemann, die die insgesamt 24-köpfige Truppe der Heilpädagogischen Hilfe durch den Tag führte, konnten zunächst verschiedene Sitzungssäle besichtigt werden. Hier erfuhren die Besucher, dass die eigentliche Arbeit der Landtagsabgeordneten nicht etwa im Plenarsaal, sondern hauptsächlich in ihren Büros, in Ausschuss- und Fraktionssälen und nicht zuletzt in ihren Heimatgebieten stattfindet.

Viele Fremdwörter und Fragen wurden geklärt, die meist im Zusammenhang erst richtig zu verstehen sind: Was ist der Ältestenrat? Was hat eine Fraktion mit einer Partei zu tun? Was bedeutet der „Hammelsprung“? Wie ist das derzeitige Kabinett zusammengestellt und wer wählt eigentlich wie das Parlament einer Demokratie aus? Die Antworten auf all diese Fragen waren Bestandteil aus dem Bereich „persönliche Bildung“, den die Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten nicht nur anbietet, weil es Teil der gesetzlichen Vorgaben aus der Werkstättenverordnung ist. „Für uns gehört dieser Teil der Bildung genauso zur Ausbildung eines Menschen, wie mit Hammer, Schraubenschlüssel oder Computer umzugehen“, begründet Leiterin Petra Herres den Grund des Tagesausflugs.

Bevor es in den Ersatzplenarsaal ging, erfuhren die Teilnehmer des Landtagsbesuchs, dass das ganze Gebäude derzeit unter massiven Umbau- und Renovierungsarbeiten steht, die erst in zwei Jahren, also 2017 abgeschlossen werden können. Anhand eines Films wurden einige Abgeordnete beispielhaft dargestellt. Abschließend empfing Christian Calderone die Gruppe aus Bersenbrück im Plenarsaal. Der CDU-Politiker aus unserer Region, der zudem einer der jüngsten Abgeordneten darstellt, ging auf die teils kniffligen Fragen seiner Besucher mit Ruhe und Gelassenheit ein. Er erklärte jedes Detail des Gebäudes und der darin stattfindenden Vorgänge und war schon fast enttäuscht, als nach mehr als einer Stunde ein Teilnehmer nach der Aufnahme des Gruppenfotos fragte, was seinen Vortrag beenden sollte.

Text und Fotos: Martin Heimbrock