Hinweise auf eine Störung aus dem Autismus-Spektrum bei Kindern

  • Als Baby verhalten sich die Kinder oft extrem ruhig oder schreien und weinen lange; sie sind nur schwer zu beruhigen
  • Auffälligkeiten beim Ess- und/oder Schlafverhalten (oft schon vom Säuglingsalter an)
  • Kaum oder kein Einsatz von Zeigegesten, z. B. um Erwachsene auf etwas aufmerksam zu machen. Die Kinder folgen häufig nicht dem Blick der Eltern
  • Das Verhalten anderer Kinder wird seltener nachgeahmt.
    Oft haben sie Probleme Emotionen zu zeigen und die Emotionen anderer zu verstehen.
    Die Kinder verfügen zumeist über eingeschränkte Mimik und Gestik.
  • Der Blickkontakt ist qualitativ eingeschränkt (entweder Vermeidung von Blickkontakt oder „starrer Blick“)
  • Stillstand oder Rückschritte der Entwicklung mit ca. 2 Jahren möglich
  • Einige Kinder sind stark an bestimmten Mustern, Lichtreizen o. ä. interessiert.
    Häufig üben sich drehende Gegenstände (z. B. Ventilatoren, Karusselle, Windräder) eine besondere Faszination aus
  • Einige Kinder fallen durch bizarre und stereotype Bewegungen auf (z. B. Wedeln mit Händen oder Armen, Hüpfen bei Anspannung, Verdrehen von Finger oder Händen)
  • Häufig keine Reaktion oder eine verzögerte Reaktion, wenn Kinder mit ihrem Namen gerufen werden
  • Die Sprache kann auffällig sein und wird häufig nicht kommunikativ eingesetzt.
    Manche Kinder wiederholen Wörter oder Sätze- auch in völlig anderen Zusammenhängen und ohne Betonung. Einige Kinder zeigen keine aktive Sprache.
  • Bei einigen Kinder gibt es Fixierungen auf einzelne „Spezialthemen“ (z. B. Filme, Rohrsysteme, Züge,…)
  • Das Spiel der Kinder ist selten kreativ. Z. B. sortieren sie stattdessen das Spielmaterial oder verwenden es oft in immer ein und derselben Art und Weise. „So tun als ob“- Spiele gelingen häufig nicht.
  • Es besteht häufig wenig Interesse am gemeinsamen Spiel mit anderen Kindern. Die eingeschränkten Fähigkeiten zu einer angemessenen sozialen Interaktion führen dazu, dass die Kinder oft für sich alleine spielen oder im Kontakt „anecken“.
  • Gestik und Mimik werden nicht oder nur bedingt verstanden und eingesetzt
  • Ironie und Metaphern werden oft wortwörtlich verstanden
  • Einerseits entwickeln die Kinder eine Faszination für bestimmte Geräusche; andererseits zeigen sie oft unerklärliche Angst vor anderen Geräuschen (z. B. Rasenmäher, Staubsauger, Elektrogeräte,…)
  • Viele Kinder haben Schwierigkeiten bei Veränderungen und entwickeln eigene (z.T. stark ausgeprägte) Gewohnheiten in Bezug auf die Umgebung, den Tagesablauf, Kleidung, Essgewohnheiten, usw.
  • Einige Kinder haben unerklärlich starke Wutanfälle