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Kreativ fördern und fordern

Matthias Herrmann ist Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im Bereich Metall

Menschen mit Beeinträchtigung mit wertschätzenden, qualifizierten und angemessenen Aufgaben in das Berufsleben zu integrieren, zu fördern und zu fordern, ist das Kernziel der Arbeit einer Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung.

Matthias Herrmann arbeitet seit 2011 im Metallbereich der Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten und ist als Teamkoordinator für sechs Kollegen mit jeweils neun bis zwölf Beschäftigten verantwortlich. „In den täglichen Gesprächen findet einer der wichtigsten Aspekte unserer Arbeit statt: Ansprechpartner sein auch für privates. Anders als in anderen Betrieben ist nicht Profit die treibende Kraft, sondern die Förderung der Beschäftigten.“

Individuelle Förderung
Zu den klassischen Aufgaben der Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung gehört zwar auch, wirtschaftsnahe Arbeitsplätze zu schaffen und die Beschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Lernfördernde Arbeitsplätze zu kreieren und die Befähigung der Beschäftigten stehe jedoch im Mittelpunkt. „Hier ist dann manchmal Kreativität gefordert. Wir möchten jeden Beschäftigten den für ihn bestmöglichen Arbeitsplatz ermöglichen. Dazu fördern wir seine Fähigkeiten einerseits, andererseits schaffen wir die Möglichkeiten für den Beschäftigten, sein Potenzial auszuschöpfen.“ Die Förderplanung spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Betriebswirtschaft, Handwerk und Pädagogik
Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit besteht aus betriebswirtschaftlichen Aspekten. Werkstätten nehmen an der Marktwirtschaft teil und so müssen auch sie Kunden akquirieren und Aufträge kalkulieren. Fachliche Kompetenz, im Falle von Matthias Herrmann in der Metallverarbeitung, können gut genutzt werden. „Hier treffen zwei spannende Felder aufeinander und deswegen ist die Arbeit jeden Tag so vielfältig. Wir stellen Maschinen ein und verbessern die Effizienz unserer Wirtschaftsleistung und achten gleichzeitig auf die Weiterentwicklung unserer Beschäftigten. Wir arbeiten in einem ausgeprägten Vertrauensverhältnis miteinander und das hat sich bewährt."