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Die HpH ist seit 2017 familienfreundlicher Arbeitgeber

Das Familienbündnis der Region Osnabrück zeichnet seit 2017 Unternehmen mit dem Prädikat „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ aus. Grundlage hierfür ist ein Kriterienkatalog, anhand dessen interessierte Unternehmen das Gremium darüber informieren, welche Angebote und Maßnahmen sie ihren Mitarbeiter*innen bieten, damit gemeinsam eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden kann.


Interview mit Ralf Küthe-Zur-Lienen

Um Ihnen einen genaueren Überblick darüber zu geben, welche Bedeutung das Thema Familienfreundlichkeit in der HpH hat, haben wir den Prokuristen Ralf Küthe-Zur-Lienen befragt.

Er leitet unter anderem die Abteilung Personal in der HpH und ist mit seinem Team beständig dabei, seine Angebote weiter zu entwickeln.

HpH-Presse:
Herr Küthe-Zur-Lienen, in Zeiten von Corona ist es ja für viele Familien wichtiger denn je einen Arbeitgeber zu haben, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gut im Blick behält. Wie gestaltet sich aktuell die Situation?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
Das stimmt. Bei uns arbeiten zu einem hohen prozentualen Anteil Teilzeitkräfte, ein großer Teil von ihnen ist sehr stark in die Versorgung der Kinder eingebunden. Und das sind nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter. Für sie ist eine flexible Arbeitszeitgestaltung sehr wichtig. Jede Familie ist anders organisiert, wir möchten unseren Mitarbeiter*innen so weit wie möglich entgegenkommen, dass sie ihren Beitrag für die Familienorganisation leisten können.

HpH-Presse:
Was ist möglich, wo sind die Grenzen?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
Natürlich hat durch die aktuelle Lage das Home Office auch in unserem Hause eine zunehmende Bedeutung bekommen. Viele administrative Abläufe sind nun so umgestellt, dass sie noch besser von zu Hause aus erledigt werden können, es wurden zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt, um die Mitarbeiter*innen gut für die Arbeit von zuhause aus vorzubereiten. Dennoch haben wir natürlich viele Einrichtungen und Dienste, in denen Mitarbeiter*innen arbeiten, die sich direkt um unsere Klienten kümmern müssen. Da gehört an erster Stelle der Bereich Wohnen und Pflege dazu. Hier geht es darum, die Bewohner*innen weiterhin in ihrem Zuhause zu unterstützen. Das Zuhause kann eine Wohnstätte, das Neurologische Pflegezentrum oder das häusliche Umfeld sein, in dem ambulante Leistungen der Wohnassistenz oder des HpH-Pflegedienstes erbracht werden. Ich denke da aber auch an unsere Notgruppen in den Kinderzentren und Schulen. In der Werkstatt gibt es ebenfalls Notgruppen, da für viele Beschäftigte das tägliche zur Arbeit gehen ganz wichtig für ihr seelisches Gleichgewicht ist. Auch die Produktion in der Werkstatt muss aufrechterhalten werden. Es wird also ganz klar deutlich, dass es bei uns im Hause viele Bereiche gibt, in denen die Mitarbeiter*innen nicht dauerhaft ins Home Office gehen können. Gleichwohl es auch in diesen Bereichen administrative Aufgaben gibt, die von zuhause aus erledigt werden können.

HpH-Presse: 
Wie zeigt sich in dieser Situation die HpH als Familienfreundlicher Arbeitgeber?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
Mit Hilfe unserer Bereichsleiter und Einrichtungsleiter, die derzeit eine wirklich herausragende organisatorische Leistung erbringen. Sie haben die Möglichkeiten und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter*innen gut im Blick. Zudem müssen sie aber natürlich auch die Einrichtungen und Dienste am Laufen halten. Wir haben im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass ein guter Teamgeist und das aufeinander schauen bei der Lösung von Problemen in der Einsatzplanung unabdinglich sind. Wir unterstützen die Teams mit allen Möglichkeiten, die uns die Bundes- und Landesregierung zur Verfügung stellt.

HpH-Presse:
Welche Möglichkeiten sind das?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
Aktuell ist das natürlich das erweiterte Angebot für die Inanspruchnahme von Kinderkrankengeld. Im Normalfall sind das 10 Tage im Jahr, dieses wurde auf 20 Tage hochgesetzt, für Alleinerziehende auf 40 Tage. Der Lohnausgleich hierfür beträgt 90%. Die anderen Möglichkeiten habe ich erwähnt: Home Office Zeiten, wo es organisatorisch möglich ist und inhaltlich Sinn ergibt. Rücksichtnahme bei der Dienstplanung auf Eltern, die ihre Kinder derzeit versorgen müssen.

HpH-Presse:
Nun hoffen wir ja alle, dass die Pandemie in absehbarer Zeit überstanden ist. Wie zeigt sich die HpH in „normalen Zeiten“ als Familienfreundlicher Arbeitgeber?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
In dem wir Teilzeitkräften die gleichen Entwicklungs- und Aufstiegschancen einräumen wie Vollzeitkräften. Fortbildungen und Weiterbildungen sind in unserem Hause ein wichtiges Thema. Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter*innen stets auf dem neuesten Stand des für ihren Bereich wichtigen Know-hows sind. Das heißt, dass Vollzeit- und Teilzeitkräfte gleichermaßen die Chance haben, sich weiterzubilden. Auch ist es uns wichtig, guten Kontakt zu Mitarbeiter*innen zu halten, die in der Elternzeit sind. Das kann zum Beispiel die regelmäßige Zusendung des Informationsmagazins FORUM sein, die Einladung zu geselligen Treffen innerhalb der Teams oder zu wichtigen Veranstaltungen, die während der Elternzeit stattfinden. So bleiben die Mitarbeiter*innen auch während ihrer Elternzeit up-to-date und der Wiedereinstieg ins berufliche Alltagsgeschehen fällt ihnen leichter.

HpH-Presse:
In welchem Bereich sehen Sie noch Ausbaubedarf in Sachen Familienfreundlichkeit in der HpH?

Ralf Küthe-Zur-Lienen:
Worauf wir uns in den nächsten Jahren stärker konzentrieren möchten, ist die Unterstützung von Mitarbeiter*innen, die Angehörige pflegen müssen. Wir möchten für Arbeitnehmer in jeder Lebensphase ein vertrauensvoller und guter Arbeitgeber sein. Hier wird der erste Schritt sein, alle Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten, die es hierzu von gesetzlicher Seite gibt, übersichtlich zusammenzutragen und den Mitarbeiter*innen in unserem firmeneigenen Intranet zur Verfügung zu stellen.


Ausgezeichnet: Familie und Beruf bei der HpH

In der Region Osnabrück bieten zahlreiche Arbeitgeber verschiedenen Maßnahmen und Angebote, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück ist einer davon.

Kriterien, die unter anderem für das Erteilen des Siegels geprüft wurden, waren:

  • die Flexibilität der Arbeitszeitmodelle,
  • die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Teilzeitkräften,
  • die Qualität des Kontaktes zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer während familienbedingter Freistellungszeiten
  • oder die Angebote zur Unterstützung von pflegenden Mitarbeitern.

Personalleiter Ralf Küthe-Zur-Lienen über die weiteren Perspektiven der Familienfreundlichkeit der HpH: „Wir sind schon gut aufgestellt, wenn es darum geht, unseren Mitarbeiter/innen eine sehr gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bieten. In Planung sind u.a. noch

  • die Mitgliedschaft bei der betrieblich finanzierten „Notfallbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern“ und
  • die Gewährung von bezahltem Sonderurlaub für die Einschulung (1. und 5. Klasse).

Geschäftsführer Guido Uhl ergänzt: „Die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück wird auch in Zukunft alle möglichen Maßnahmen unterstützen, die zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur beitragen. Wir sind uns bewusst, dass unsere Mitarbeiter/innen, von uns den Rücken frei gehalten bekommen möchten, um neben ihrer Arbeit auch ihren familiären Verpflichtungen nachgehen zu können. Dies ist ein wichtiger Grundstein für die Qualität unserer täglichen Arbeit.

Mehr über die Auszeichnung als familienfreundlichen Arbeitgeber finden Sie hier!

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