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Vielfalt leben

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Praxisverbund Logopädie

Wenn die Stimme versagt oder die Sprache wegbleibt

Vielfältige Angebote der HpH im Bereich Logopädie

Sprache ist das Kommunikationsmittel Nummer eins der Menschen: Schon Säuglinge teilen ihre Bedürfnisse mithilfe von Lauten mit. Doch nicht immer verläuft die sprachliche Kommunikation reibungslos. Ob dauerhafte organische Beeinträchtigung oder kurzfristige Entwicklungsverzögerung: Wenn es zu Beeinträchtigungen in Bezug auf die Sprache oder das Sprechen, bei der Stimme oder beim Schlucken kommt, können Logopäd*innen helfen.

Die HpH betreibt an den Standorten Bersenbrück, Bramsche, Quakenbrück und Fürstenau Logopädiepraxen, in denen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene mittels einer logopädischen Heilmittelverordnung behandelt werden - von der Prävention und Beratung über die Diagnostik bis hin zur Therapie und Rehabilitation. Für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen bieten wir zusätzlich Sprachheilgruppen in den HpH-Kinderzentren sowie den Sprachheilkindergarten in Bersenbrück an. Auf Verordnung des Arztes machen unsere Logopäd*innen auch Hausbesuche.

 


Wassereis für die Zunge

Wie langweilige Übungen in der Logopädie richtig Spaß machen

Leon hüpft freudig Richtung in Therapieraum im Kinderzentrum Haus Elbestraße. Wenn Amelie Hartmann ihn abholt, weiß er genau: Jetzt wird 40 Minuten gespielt. Was so leicht aussieht, ist aber intensive therapeutische Arbeit. Seit 10 Jahren ist Amelie Hartmann Logopädin, seit 2019 bei der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück tätig, für sie der beste Job der Welt: „Es ist abwechslungsreich, ich arbeite mit Kindern, besuche aber auch zwei Mal die Woche erwachsene Patienten zum Beispiel in einem Seniorenwohnheim“, sagt sie mit einem breiten Lächeln. Ihren festen Therapiestandort mit eigenem Eingang, Warteraum und Besucher-WC hat Amelie im Haus Elbestraße, dem Kinderzentrum der HpH in Bramsche, einem der fünf Standorte vom Praxisverbund Logopädie im nördlichen Landkreis Osnabrück.

Dann geht es los: „Was möchtest du dir heute aussuchen?“ Leon muss nicht lange überlegen, und deutet auf ein Bauernhof-Spiel im Schrank-Regal. „Bevor wir anfangen, besucht uns wieder Schnecki“, sagt Amelie und holt eine Zeichnung einer bunten Schnecke hervor. Sie soll Leon daran erinnern, langsam zu sprechen.

Jetzt kommt das Wassereis

Ähnliche Übungen ziehen sich durch die Therapieeinheit. Da wird die Zunge gestärkt, indem Leon mit ihr einen Holzspatel nach oben drückt, oder die Mundmuskulatur trainiert, indem Amelie Leon mit einem kleinen Wassereis Formen auf die Zunge malt.

Die 33-Jährige schätzt ihre Aufgaben, zu denen der Austausch mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen im Kinderzentrum, als auch die Angehörigen gehören. Für Übungen, die die Eltern zuhause wiederholen sollen, gibt Amelie kleine Informationsbriefe mit oder ruft Eltern an.

Logopädie: Ein Job für den, der Menschen liebt

Zur Logopädie kam Amelie über ein Praktikum als Schülerin in einem Sprachheilkindergarten: „Das hat mich einfach fasziniert.“ Bei ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Krankenhaus begegneten ihr immer wieder Kinder mit verschiedenen Sprachauffälligkeiten und so schrieb sie sich schließlich bei der DAA Logopädieschule in Osnabrück ein. Der Kontakt besteht bis heute: Mit einer ihrer Lehrerinnen steht sie fachlich im Austausch. Ihr Fazit für den „besten Beruf der Welt“: „Wer Menschen liebt, ist in der Logopädie richtig“ – und gerne auch bei der HpH! „Zurück aus der Elternzeit war es nach zwei Tagen so, als wäre ich nie weg gewesen“, sagt sie mit einem Lachen.

Gute Arbeitsbedingungen bei der HpH

Für ihren Job nimmt sie einen längeren Anfahrtsweg in Kauf: „Mein Kind ist zuhause gut betreut und ich freue mich auf meine Kollegen, die Kinder, das Miteinander – ein gutes Arbeitsumfeld ist mir wichtig, und das finde ich hier.“


Kontakt:

Kirsten Meyer
Leitung PV Logopädie

Tel. 05439-9418-0
kmeyer@remove-this.hph-bsb.de
praxisverbund@remove-this.hph-bsb.de

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