Barrierefreiheit gemeinsam erleben
Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen – mit und ohne Behinderung – selbstbestimmt am Alltag teilhaben können. Dabei geht es nicht nur um Rollstuhlrampen oder Aufzüge, sondern auch um Verständlichkeit, Kommunikation und gegenseitiges Verständnis.
Durch ein „Zirkeltraining“ konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, wie sich Einschränkungen anfühlen:
- Kommunikation über das Fingeralphabet
- Orientierung bei der „Blindenführung“
- Verstehen mit Bildsymbolen (Metacom)
- Eingeschränkte Bewegung durch Sitzen ohne Aufstehen
Diese Übungen haben deutlich gemacht:
Barrieren entstehen oft nicht durch die Behinderung selbst, sondern durch die Umwelt und fehlende Anpassungen.
Gemeinsam mit den Schülerinnen haben wir über körperliche und geistige Beeinträchtigung gesprochen.
Viele Menschen sind im Alltag auf Unterstützung angewiesen – z. B. beim Lernen, bei der Kommunikation oder bei Bewegungen. Gleichzeitig wurde auch klar:
Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Stärken, die gesehen und gefördert werden müssen. Gemeinsam haben wir uns auch die Instagram-Konten von Influencern mit Down-Syndrom angesehen wie twoandadownmen und Tamara Roeske.
Genau hier setzt die Kooperation zwischen der Von‑Ravensberg‑Schule und der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück an:
Gemeinsam schaffen sie Lernräume, in denen Erfahrungen möglich werden, Verständnis wächst und Berührungsängste abgebaut werden.
Die Unterkurse sind zum Beispiel in regelmäßigem Austausch mit dem HpH-Kinderzentrum Bersenbrück und besuchen regelmäßig die Lernwerkstätten der angehenden Schulkinder.
Zum Abschluss im Erfahrungsaustausch wurde deutlich:
Barrierefreiheit bedeutet auch, Haltung zu zeigen, Rücksicht zu nehmen und aktiv mitzugestalten.
