Bundesverdienstkreuz für Karl-Heinz Schnebel: Eine besondere Auszeichnung für jahrzehntelanges Engagement
Für die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück (HpH) ist die Ehrung ein besonderer Anlass zur Freude. Denn seit mehr als drei Jahrzehnten ist Karl-Heinz Schnebel eng mit der Entwicklung der HpH verbunden und hat deren Weg maßgeblich mitgeprägt.
35 Jahre Verantwortung für die HpH
1990 begann Karl-Heinz Schnebel sein ehrenamtliches Engagement im Vorstand des Vereins für Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück. In den folgenden Jahrzehnten übernahm er dort immer wieder Verantwortung – sowohl als stellvertretender Vorsitzender als auch als erster Vorsitzender. Bis November 2025 war er im Vorstand des Vereins aktiv.
In diesen mehr als drei Jahrzehnten begleitete er die Entwicklung der HpH von einer klassischen Einrichtung der Behindertenhilfe hin zu einem modernen Sozialunternehmen. Dabei setzte er sich mit großem Engagement für die Weiterentwicklung der Angebote und für die Interessen der Menschen mit Beeinträchtigung ein.
Unter seiner Mitwirkung wurden unter anderem wohnortnahe Wohn-, Assistenz- und Therapieangebote weiterentwickelt. Menschen mit Beeinträchtigungen erhielten dadurch neue Möglichkeiten, selbstbestimmt zu leben, zu wohnen und zu arbeiten.
Auch seine berufliche Erfahrung als langjähriger Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse brachte Schnebel in seine ehrenamtliche Tätigkeit ein. Mit wirtschaftlichem Sachverstand und Weitblick unterstützte er die HpH dabei, sich zukunftssicher aufzustellen und ihre Angebote weiterzuentwickeln.
Landrätin Anna Kebschull würdigte bei der Verleihung insbesondere Schnebels Einsatz für die Inklusion. Mit seinem Engagement habe er dazu beigetragen, Menschen vom Rand der Gesellschaft in ihre Mitte zu holen. Die HpH bezeichnete sie dabei als sein „Meisterstück des Ehrenamts“.
Ein Video von der Verleihung finden Sie hier.
Ein Wegbereiter der Inklusion
Als Karl-Heinz Schnebel sein Engagement bei der HpH begann, war Inklusion noch längst keine Selbstverständlichkeit. Über die Jahrzehnte hat sich vieles verändert. Schnebel hat diese Entwicklung aktiv begleitet und mitgestaltet.
Sein Einsatz beschränkte sich dabei nicht auf einzelne Projekte. Vielmehr ging es ihm darum, Strukturen zu schaffen und weiterzuentwickeln, die Menschen mit Beeinträchtigung mehr Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglichen.
Nach 35 Jahren im Vorstand des Vereins für Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, davon viele als Vorsitzender, schied Karl-Heinz Schnebel im November 2025 aus seiner Funktion aus. Die HpH würdigte sein langjähriges Wirken bereits zu diesem Anlass mit ihrer Ehrennadel.
Dass nun auch das Bundesverdienstkreuz hinzukommt, ist für die HpH eine besondere Anerkennung seines jahrzehntelangen Einsatzes.
Engagement, das weit über die HpH hinausgeht
Sein ehrenamtliches Wirken beschränkt sich jedoch nicht auf die HpH. Karl-Heinz Schnebel engagierte sich über viele Jahre auch im Sport sowie für Bildung und gesellschaftliches Miteinander.
Seit 1992 war er zunächst Leiter der Altherren-Fußballer des TuS Bersenbrück und später mehr als 20 Jahre dessen zweiter Vorsitzender. Darüber hinaus setzte er sich unter anderem für die Mitgliederbetreuung, Vereinsentwicklung und das Ehrenamt ein. 2022 ernannte ihn der Verein nach 30 Jahren Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied.
Auch Bildungs- und Kulturprojekte lagen ihm am Herzen. So engagierte er sich für den Verein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Bersenbrück und unterstützte damit Bildungswege junger Menschen. Auch die Förderung junger Talente in Kunst und Kultur, beispielsweise durch das Franz-Hecker-Stipendium, gehört zu seinem langjährigen Einsatz.
Eine Auszeichnung, die viele Menschen mitfeiern
Bei der Verleihung im Bersenbrücker Rathaus wurde deutlich, dass hinter den vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit vor allem eines steht: der Einsatz für Menschen und für eine Gesellschaft, in der Teilhabe selbstverständlich ist.
Für die HpH ist das Bundesverdienstkreuz deshalb nicht nur eine persönliche Auszeichnung für Karl-Heinz Schnebel. Es ist auch eine Würdigung von 35 Jahren Verantwortung und Engagement für die HpH, für Inklusion und für die Menschen in unserer Region.
Wir gratulieren Karl-Heinz Schnebel sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und sagen Danke für 35 Jahre Engagement, Weitblick und Verbundenheit mit der HpH!
