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"Energiewende": Oliver Braun spricht über Autismus, Energie und neue Perspektiven - Eintritt frei

Die eigenen Kräfte einteilen, Reize reduzieren, den Alltag planbarer machen und die eigene "Energiebilanz" im Blick behalten: Für Oliver Braun sind Umweltanpassungen und ein persönliches "Klimaschutzprogramm" wichtige Bausteine, um seinen Alltag als autistischer Mensch gut zu bewältigen. Am Montag, 2. November 2026, gibt der 32-Jährige in der Paul-Moor-Schule in Diepholz einen persönlichen Einblick in sein Leben und seine Erfahrungen. Sein Vortrag trägt den Titel "Energiewende – Wie der Planet eines Autisten durch Umweltanpassungen und ein inneres Klimaschutzprogramm gerettet werden konnte".

Von 18 bis 20 Uhr berichtet Braun anschaulich und persönlich darüber, was es für ihn bedeutet, autistisch zu sein, welche Herausforderungen ihn im Alltag begleiten und welche Strategien ihm dabei helfen, mit seinen vorhandenen Ressourcen gut umzugehen. Dabei geht es auch um die Frage, wie Veränderungen der Umwelt dazu beitragen können, Belastungen zu reduzieren und Teilhabe zu ermöglichen.

Oliver Braun erhielt seine Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung erst im Alter von 28 Jahren. Heute ist er 32 Jahre alt. Die späte Diagnose hat ihm geholfen, viele Erfahrungen und Herausforderungen seines bisherigen Lebens neu einzuordnen und besser zu verstehen.

Bereits im April dieses Jahres war Oliver Braun mit seinem Vortrag “Hürden im Hirn” zu Gast beim Autismus Therapie Zentrum der HpH in Bramsche. Rund 80 Besucher kamen damals in die Wandelhalle des Bramscher Bahnhofs. Braun sprach unter anderem über den zusätzlichen mentalen Aufwand, der für viele alltägliche Handlungen notwendig sein kann. Er erläuterte seinen persönlichen Umgang mit Planbarkeit, Strukturen und sozialen Kontakten und zeigte anhand konkreter Beispiele, welche Strategien ihm helfen.

Besonders eindrücklich war dabei seine Beschreibung des sogenannten “Overhead”: Was für andere Menschen wie eine einfache Handlung aussieht, kann für einen Autisten mit zahlreichen gedanklichen Vorbereitungen verbunden sein. Auch seine Idee einer “sozialen Batterie”, die er über einen Anstecker nach außen sichtbar macht, verdeutlichte, wie persönliche Strategien und Umweltanpassungen den Alltag erleichtern können.

Mit seinem neuen Vortrag knüpft Braun an diese persönlichen Erfahrungen an und setzt einen anderen Schwerpunkt. Der Begriff “Energiewende” steht dabei sinnbildlich für die Frage, wie mit den eigenen Ressourcen umgegangen werden kann und welche Veränderungen im Umfeld notwendig sind, damit Energie nicht unnötig verbraucht wird.

Der Vortrag richtet sich an alle, die mehr über Autismus erfahren möchten – aus persönlichem, beruflichem oder allgemeinem Interesse. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Informationen über Autismus als solches, sondern vor allem die Perspektive eines Menschen, der aus eigener Erfahrung berichtet.

Vortrag “Energiewende – Wie der Planet eines Autisten durch Umweltanpassungen und ein inneres Klimaschutzprogramm gerettet werden konnte”

Montag, 2. November 2026, 18 bis 20 Uhr
Paul-Moor-Schule Diepholz
Am Weizenkamp 5, 49356 Diepholz

Der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung per E-Mail an therapiezentrum@remove-this.hph-bsb.de gebeten.

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