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Pflegeexperte für Außerklinische Intensivpflege

Vier Monate Weiterbildung, neue Perspektiven und wertvolle Praxiserfahrungen: Dennis Gärtig hat seine Qualifikation zum Pflegeexperten für Außerklinische Intensivpflege, Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, erfolgreich abgeschlossen. Im Interview berichtet er von seiner Weiterbildung in Hamburg, den Herausforderungen auf dem Weg dorthin und dem Mehrwert für das Neurologische Pflegezentrum der HpH.

Dennis, du hast kürzlich eine Weiterbildung zum Pflegeexperten für Außerklinische Intensivpflege abgeschlossen. Wie kam es dazu?

Ich bin seit März diesen Jahres im Neurologischen Pflegezentrum der Heilpädagogischen Hilfe in Badbergen tätig. Gleichzeitig habe ich direkt meine Weiterbildung begonnen, diese lief erst online und dann über Schulungsblöcke in Hamburg.

Welche Aufgaben hast du im NPZ?

In erster Linie arbeite ich als Pflegefachkraft und ich bin stellvertretende Pflegedienstleitung im NPZ der HpH. Wenn unsere Pflegedienstleitung Anja nicht da ist, zum Beispiel im Urlaub, übernehme ich ihre Aufgaben und unterstütze sie im Alltag. 

Warum ist die Weiterbildung für das NPZ wichtig?

Das NPZ in Badbergen betreut vor allem Menschen der sogenannten Phase F. Das sind Patientinnen und Patienten mit schwersten erworbenen neurologischen Einschränkungen nach Hirnschädigungen. Einige von ihnen benötigen eine besonders intensive pflegerische Versorgung.  

Wir sind eine der wenigen Einrichtungen, die als Pflegeinrichtung die Außerklinische Intensivpflege mitanbietet, insofern gehört diese Weiterbildung zum Pflegeexperten in Bereich zur den gesetzlichen Vorgaben.

Welche Rolle spielt die Außerklinische Intensivpflege im NPZ?

Um diese Menschen bestmöglich versorgen zu können, brauchen wir entsprechendes Fachwissen. Mit der Weiterbildung können wir ein breiteres Leistungsspektrum für verschiedene Patientengruppen anbieten.

Ein Teil unserer Bewohnerinnen und Bewohner hat beispielsweise eine Trachealkanüle. Das ist ein Röhrchen, das durch eine Öffnung am Hals direkt in die Luftröhre führt und Menschen mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen das Atmen erleichtert oder eine Beatmung ermöglicht.

Was nimmst du persönlich aus der Weiterbildung mit?

Vor allem vertieftes Fachwissen und mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Versorgungssituationen. Lehrreich fand ich meinen Praktikumseinsatz im Klinikum Osnabrück, und den Austausch Dr. Volker Schulte, Oberarzt für Neuromedizinische Intensivmedizin, Leiter der Ambulanz für außerklinische Intensivmedizin.

Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden in dem Kurs war gut, wir hatten z.B. auch Einblicke in die Pädiatrie, also die Beatmungsversorgung bei Kindern.

Dein Fazit?

Es war eine sehr erfahrungsreiche und lehrreiche, aber auch turbulente Zeit. Ich freue mich jetzt darauf mein neu erworbenes Wissen anwenden zu können. Ich komme ja aus der Altenpflege, zuvor hatte ich die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert, das hat mir bei den komplexen medizinischen Themen schon geholfen. Die Weiterbildung war anspruchsvoll, aber sehr wertvoll.
Dennis, vielen Dank für deine Zeit und herzlichen Glückwünsch zu deiner Weiterbildung!

Das Gespräch führte Marie-Theres Himstedt

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