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Unternehmerfrühstück im Jubiläumsjahr der Werkstatt

Im Rahmen ihres 50-jährigen Bestehens haben die Bersenbrücker Gemeinnützigen Werkstätten in Trägerschaft der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück (HpH) heute zu einem Unternehmerfrühstück eingeladen. Langjährige Kunden und Kooperationspartner folgten der Einladung und kamen bei einem reichhaltigen Frühstück – zubereitet von der hauseigenen Küche der HpH – miteinander ins Gespräch.

HpH-Geschäftsführer Guido Uhl bedankte sich bei den Gästen für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Erfolg von Inklusion und Teilhabe insgesamt, so Uhl, sei maßgeblich auf die enge Partnerschaft mit den Unternehmen zurückzuführen.

In seiner Ansprache erinnerte Guido Uhl daran, dass sich die Wahrnehmung von Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung in Politik und Gesellschaft seit ihrer Gründung deutlich verändert habe. „Wurden Werkstätten in den 1950er- und 1960er-Jahren noch vor allem als beschützter Raum verstanden, stehen heute Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und Teilhabe im Mittelpunkt“, so Uhl. Einen wichtigen Impuls habe dabei die UN-Behindertenrechtskonvention gegeben. Sie habe die Öffnung der Werkstätten vorangetrieben und neue Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen, Verbindungen und Übergänge zum allgemeinen Arbeitsmarkt herzustellen.

Auch das Leitungsteam der Werkstätten – bestehend aus Bereichsleiter Martin Heimbrock, der Stellvertretenden Leiterin und Pädagogischen Leitung Christina Hermann sowie dem Technischen Leiter Matthias Herrmann – betonte die besondere Bedeutung von ausgelagerten Arbeitsplätzen, wie sie bereits in vielen der teilnehmenden Firmen geschaffen worden seien. Diese böten Menschen mit Beeinträchtigung die Chance auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe.

Anschließend gab das Team einen kurzen Überblick über die verschiedenen Arbeitsfelder und Aufgaben der Werkstätten: die Berufliche Bildung, die Berufliche Integration und die Arbeit. Diese drei Bereiche bilden die zentralen Säulen der WfbM. Sie ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigung, ihre individuellen Fähigkeiten zu entwickeln, sich beruflich zu orientieren und – je nach Interesse und Eignung – auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Auch der Werkstattrat - vertreten durch Yvonne Hülsmann und Jennifer Wiesbach - stellt seine Arbeit vor: Als gewählte Selbstvertretung der Beschäftigten vertritt der Werkstattrat die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Werkstattleitung.

Anschließend gab es einen Einblick in die Kooperation zwischen der Werkstatt und der Firma Lear aus Bersenbrück. Bei dem Automobilzulieferer arbeiten die beiden Beschäftigten Oliver Lienesch und Sebastian Köhne auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz. Begleitet werden sie dabei vom HpH-Jobcoach Michael Baranowski. Lienesch und Köhne sowie die Vertreter von Lear - Werkleiter Gerd Siesenis und Produktionsleiter Dennis Schulte - berichteten über ihre positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Das Partnerunternehmen Lear lobte das Engagement der beiden Beschäftigten: Sie seien hochmotiviert, leisteten qualitativ hochwertige Arbeit und bereicherten das gesamte Team – sowohl fachlich als auch menschlich.

Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, in Kleingruppen an einer Führung durch die Werkstatt teilzunehmen und die Arbeitsbereiche vor Ort kennenzulernen.

Text und Fotos: Elisabeth Schomaker.

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